
|

Korken
Naturkorken, die man zum Verschließen von Weinflaschen verwendet, stammen von der Rinde der Korkeiche.
Bereits die Römer verschlossen ihre Weingefäße mit Korken, doch diese Technik geriet mit dem Untergang des Römischen Reiches in Vergessenheit. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde der Korken statt der bis dahin verwendeten Hölzstöpsel wiederentdeckt.
Die Erfindung wird dem Mönch Dom Pérignon (1638-1715) zugeschrieben, der angeblich bei der Herstellung von Champagner damit experimentiert haben soll.
Aus der dicken, äußeren Rinde der Korkeiche "Quercus suber" wird der Korken hergestellt. Rund die Hälfte der Weltproduktion kommt aus Portugal, weitere Herstellungsländer sind Spanien, Italien und Marokko.
Die Baumrinde kann zur Verwendung für Flaschenkorken erst ab einem Baumalter von 45 Jahren gewonnen werden. Weitere Male kann dies dann in Zehnjahresabständen erfolgen; rund 15 Mal kann ein Baum entrindet werden.
Kork ist der nahezu ideale und auch vom ästhetischen Gesichtspunkt her gesehen optimale Verschluss für Weinflaschen. Er ist leicht, sauber, temperatur-unempfindlich, wird selten von Fäulnis befallen, ist luftundurchlässig, extrem elastisch, hat eine lange Lebensdauer (20 bis 50 Jahre) und ist außerdem (noch) in großen Mengen verfügbar.
Die Luftfeuchtigkeit muss hoch genug sein, so dass der Korken keine Feuchtigkeit an die Umgebung abgibt (ideal sind ungefähr 75 % bei 10º C). Bei Temperatur-Schwankungen kann der Korken undicht werden; dies wird durch gleichmäßige Temperatur verhindert.
Eine oft geäußerte Frage ist, ob der Wein bei der Lagerung und dabei erfolgenden Flaschen-Reifung durch den Kork "atmet". Wenn das überhaupt der Fall ist, was von Experten bei einem fehlerfreien Produkt explizit verneint wird, dann höchstens in minimalstem Maße. Wäre dies in größerem Umfang gegeben, dann würde der Wein oxidieren und damit ungenießbar werden.
In den letzten Jahren kommen aber leider wegen der enormen Nachfrage Korken in zunehmend schlechterer Qualität (großporig) auf den Markt. Entweder sind sie undicht oder es kommt auf Grund der Porosität zur Oxidation und im Extremfall zum Auslaufen des Weines. Durch unsaubere Korkproduktion kann auch der Korkschmecker entstehen.
Die aus diesen Gründen tatsächlich idealen Verschlüsse wären damit eigentlich Kronkorken oder Schraubverschlüsse. Ästheten mokieren sich auf jeden Fall über die Verwendung neuer Verschlüsse und beklagen einen Kultur-Verlust.
Aber wahrscheinlich ist diese Entwicklung aus ökologischen und ökonomischen Gründen nicht aufzuhalten. Nicht zuletzt, weil die Korken und deren Verarbeitung in den letzten Jahren extrem teurer wurden. Diese Entwicklung wird voraussichtlich in den nächsten Jahren nicht abbrechen.
Interessante Links
Verschlusssache Wein: Eine Frage des Korkens
www.Verschlusssache-Wein.de
Gültig Korken, Heilbronn
www.gueltig.com/
Korkindustrie Trier
www.korkindustrie.de/index.html
Informationen zu den von uns verwendeten Kunststoffstopfen:
http://www.safecork.de
http://www.swan-kork.de
|
|